AUDREAM | Vortrag & Gespräch

08-06-2017 18:30 - 08-06-2017 20:30
Eiertanz
Admiralstraße 17, 10999 Berlin, Deutschland

AUDREAM – black feminist perspectives

Eine Veranstaltung von der in*vision crew im Rahmen des #BLMmonth2017. Vortrag und Gespräch über die Hör-und Sichtbarkeit Schwarzer feministischer Perspektiven.

Mit Natasha A. Kelly, Tupoka Ogette, Chima Ugwuoke, Menina Ugwuoke

Inspiriert von Audre Lorde und ihren Worten “Your silence will not protect you” – möchten wir unsere Stimmen erheben, unsere Geschichten zugänglich machen und als Feminist*innen of Color für unsere Anliegen und Träume kämpfen.

An diesem Abend werden wir euch in diesem Sinne zum zweiten Mal das Projekt der mobilen antirassistischen Bibliothek AUDREAM vorstellen. Eine Zusammenstellung von bisher ca. 60 Büchern, Zeitschriften und DVD‘s, die mit anti-rassistischen und Schwarzen feministischen Ansprüchen in Form von Kinderbüchern, Jugendbüchern, Biografien und Theoriewerken, marginalisiertes Wissen zugänglich machen soll.

Die Schwarzen Aktivistinnen Chima und Menina werden Ziele und Anliegen ihrer politische Arbeit beschreiben und in der Form von Berichten und Poetry ihre Erfahrungen und Konflikte um die Fragen von Identität und Selbstdefintion als Schwarze Frauen teilen.

Im Anschluss möchten wir mit den beiden wunderbaren Autorinnen, Akademischen Aktivistinnen und Dozentinnen Natasha A. Kelly und Tupoka Ogette gemeinsam über die Frage der Sicht-und Hörbarkeit Schwarzer Feministischer Perspektiven, sowie über den Kampf um Repräsentation und Wege der Wissensvermittlung sprechen.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Related upcoming events

  • 27-06-2017 19:00 - 27-06-2017 21:00

     

    Nadine Saeed und Mouctar Bah

    kämpfen als Mitglieder der Oury Jalloh Initiative um die Aufklärung der Umstände, die zum Tod des Geflüchteten Oury Jalloh im Polizeigewahrsam führten.  Ihnen geht es aber nicht nur um Gerechtigkeit für Oury Jalloh, sondern um das Thema rassistische Polizeigewalt insgesamt und die breite gesellschaftliche Akzeptanz dieses Unrechts. „Nicht nur Oury Jalloh wurde getötet. Es sind so viele, die in Deutschland durch Polizeigewalt umgebracht wurden“, sagt Nadine. „Dieser Fall bietet die Chance, das Thema an die Öffentlichkeit zu tragen und so zukünftige Gewalt zu verhindern.“

    Eine Veranstaltung der Reihe „Wer, wenn nicht wir?“ von Frauenkreise e.V.:

    In der Reihe „Wer, wenn nicht wir?“ präsentieren wir Frauen*, die sich ehrenamtlich, aktivistisch und zivilgesellschaftlich betätigen, die eingreifen, anpacken, widerstehen, wo es sonst niemand tut.

    Foto ©  Betânia Ramos Schröder: Nadine Saeed, Mouctar Bah und Thomas Ndindah, Initiative Gedenken an Oury Jalloh e.V. (v.l.n.r.) 

  • 28-06-2017 19:00 - 28-06-2017 20:00

    POLITIKEN DES SPRECHENS (IN KUNST UND KULTUR)
    //
    CULTURAL POLITICS AND THE DILEMMA OF SPEAKING FOR OTHERS

    *****Please scroll down for English version*****

    Wörter und Bilder haben eine explosive Kraft – das macht das aktuelle politische Klima sehr deutlich. Die Fronten verhärten sich in der Frage, wo die Grenzen des Sag- und Machbaren liegen. Wer kann für wen sprechen? Während unterrepräsentierte Gruppen langsam mehr Beachtung in den Kulturinstitutionen finden, ist es für Kulturschaffende an der Zeit sich zu positionieren. Heißt künstlerische Freiheit um jeden Preis immer alles sagen zu können? Auch wenn das Gesagte andere zum Schweigen bringt und tradierte rassistische Stereotype fortschreibt? Beschränken wir schon allein mit der Formulierung dieser Fragen die freie Entfaltung von Ideen? Und wie können wir uns der Debatte stellen ohne in sprachliche Orthodoxie zu verfallen? Dies sind einige der Fragen, die uns durch diesen Gesprächsabend führen werden – mit einem Künstler, einer Aktivistin, einem Akademiker, einer Journalistin und dem Publikum.

    MIT Daniel C. Barber, Natasha A. Kelly, Isaiah Lopaz, Sheila Mysorekar MODERATION, KURATION Sarah Lewis-Cappellari DJ Zen Jefferson

    Weitere Informationen: hier!

    Considering the current political climate- the explosive power of words and images are contributing to increasingly antagonistic debates over what one can say or do, and who can speak for or about whom. As underrepresented groups and their (re)- presentation are garnering more attention in cultural institutions (sparking controversy, critique and praise) what positions are we all as cultural producers willing to take? Does artistic freedom mean we must defend the right to say anything, whatever the cost? How much do we support that expression-if it might be harming, suffocating, silencing and perpetuating racial oppression? By asking that question are we already inhibiting the free spirited exploration of ideas? How can we engage in this conversation without falling into language orthodoxy or oppressive power structures? And finally and most intimately what is our proximity to the subject at hand? These are just some of the loaded inquires that will be addressed throughout this evening of staged talks with our invited guests- an artist, an activist, an academic, a journalist, a DJ and the general public.

    WITH Daniel C. Barber, Natasha A. Kelly, Isaiah Lopaz, Sheila Mysorekar HOST, CURATION Sarah Lewis-Cappellari DJ Zen Jefferson

    Further Information: here!

  • 30-06-2017 18:00 - 30-06-2017 21:00

    In dieser Session geht es um Haare. Haare eignen sich am ehesten uns der Komplexität der Identitätsfrage zu nähern. In ihrem Song „Don’t touch my hair“ singt Shero Solange über die Politik der Haare einer Schwarzen Frau, erzählt wie ihre Haare ihre Krone und Ausdrucksmittel ihrer Gefühle sind.
    Wir wollen uns auf diesem Wege aber auch der Geschichte und der Bedeutungskraft der Haare nähern. Sind naturbelassene Haare mehr ‚conscious‘ als gefärbte oder geglättete Haare? Ist man ‚woke‘ wenn man einen Afro trägt?

    Hierbei nehmen wir Haare als Ausgangspunkt um uns über strukturelle Machtverhältnisse und dem zugrunde liegenden Rassismus, Sexismus, Klassismus und Queer/Trans/Homophobie zu unterhalten, aber auch vor den Widersprüchen in der PoC coummunity, denn zu den äußerlichen Eigenschaften gehören Haare und dieses lädt oft zu den Zuschreibungen von außen ein. Haare bieten aber auch Handlungsspielraum und können empowernde Wirkung haben.

    Wir würden gerne an einem Abend uns diesen Fragen durch eine Podiumsdiskussion mit kleineren Beiträgen und Exkursen in die Kulturgeschichte der Haare von PoC’s über dieses Thema zu nähern.

    Mit Tarik Tesfu