Kampfsportgruppe für BIPoC

09-06-2019 18:00 - 19:30

Adresse und Anmeldung via BMTgroup@gmx.de 

Die Trainingsräume sind fußläufig vom S/U-Bhf Neukölln. Da der Raum begrenzt ist und wir auch sicher gehen wollen, dass jede Teilnehmer*in entsprechend betreut werden kann würden wir euch bitten, dass ihr euch verbindlich per Mail anmeldet. Falls etwas dazwischen kommt bitte auch absagen, damit gegebenenfalls Leute nachrücken können.

Was brauchst du? Trainings-Bekleidung, am besten eine kurze Hose und ein Oberteil, Schuhe sind nicht erforderlich. Falls ihr einen Tiefschutz, Zahnschutz, Boxequipment (Bandage, Handschuhe, Schienbeinschoner) habt, gerne mitbringen.

 

WEITERE INFOS ÜBER UNSERE BIPOC KAMPFSPORTGRUPPE

Selbstverteidigung

In der heutigen Zeit, in der ganz Europa einen Rechtsruck erlebt und alle Arten von rassistischen Übergriffen deutlich zugenommen haben und weiter zunehmen, bedarf es, für betroffene Gruppen, neben Empowerment auch die Möglichkeit zur Selbstverteidigung, um sich vor Übergriffen schützen zu können.

Wie auch die Black Panhter Party for Self-Defense Bewegung gezeigt hat, ist Wehrhaftigkeit ein Funktionierendes Mittel zum Schutz der Communitys und deren Events, vor Rassistischen Übergriffen. Zu dem steigert ein regelmäßiges Training auch das Selbstvertrauen der Community und deren Individuen. Diese Wehrhaftigkeit bestand zu Teilen aus der Lehre der körperlichen Selbstverteidigung in Form von Kampfsport-Training und der damit einhergehenden körperlichen Fitness.

Empowerment

Selbstverteidigungstraining kann auch als ein Teil eines Empowerments betrachtet werden. Der sportliche Aspekt bietet zudem eine gute Möglichkeit Stress abzubauen und neue Energie zu tanken. Für Schwarze Menschen und POC ist es in Anbetracht einer weißen Mehrheitsgesellschaft besonders wichtig mit der, durch die rassistischen Alltagserfahrungen entstehende, Belastung umzugehen. Zudem stärkt Selbstverteidigung das Selbstvertrauen und erzeugt oft ein selbstsichereres Auftreten. Diese positiven Auswirkungen können im Umgang mit stressverursachenden Situationen oder bei Anfeindungen helfen ruhig zu bleiben und den Überblick zu bewahren. Diese positiven Auswirkungen lassen sich im Optimalfall auf alle Lebensbereiche übertragen.

Umsetzung

Aus diesen Gründen, und weil es natürlich Spaß macht, möchte ich eine Kampfsport-Gruppe für Afro-Deutsche, Schwarze, BPOC und Mensche mit Afro Diasporischen Hintergrund jeglichen Geschlechts und sexueller Orientierung ins Leben rufen. Dabei soll die Möglichkeit geboten sein, gemeinsam in einem Rassismus-freien Raum zu trainieren und sich auszutauschen.

Die Idee ist es, sich wöchentlich „Sonntag“ nachmittags zu treffen und eine etwa 60-90 Minuten lange geleitete Trainingseinheit (Thaiboxen, Boxen) für Anfänger und Fortgeschrittenen kostenlos anzubieten.

Das Training würde aus einer Kombination aus Technik-, Kraft- und Ausdauertraining bestehen, in dem jede/r Techniken in der Gruppe erlernt und diese ausprobieren kann. Abschließen soll die Einheit mit einem Fitnessprogramm für alle Levels, so wie gemeinsames Dehnen und Erlernen von Entspannungsübungen. Zudem soll im Anschluss Raum sein um sich auszutauschen.

Philosophie/ Regeln

Kampfsport ist teils von einem toxischen Männlichkeitsbild geprägt.
Dieses Bild würde ich gerne zusammen mit euch in dieser Stunde überwinden und einen klassenübergreifenden und toleranten Raum schaffen, der frei von Rassismus, Sexismus und jeglicher Art von Diskriminierung ist. Dabei soll Wert auf einen respektvollen, achtsamen Umgang miteinander gelegt werden, sodass jeder angstfrei trainieren kann, und geistig und körperlich gestärkt, so wie physisch unversehrt wieder nach Hause geht. Sicherheit hat oberste Priorität.
Nach dem Motto: Miteinander statt gegeneinander.