Lesung «Verbotenes Land» at African Food Festival 2018

09-06-2018 15:00 - 17:00
Osthafen Berlin
Address: Alt-Stralau 1, 10245 Berlin, Deutschland
Ein zwölfjähriges Mädchen stürzt von einer Brücke auf Eisenbahngleise. Kurz darauf verschwindet ein Neonazi spurlos. Beide Taten können nicht aufgeklärt werden. Zehn Jahre später, Anfang der 2000er Jahre, trifft die 24-jährige Berlinerin Ami auf den sechs Jahre älteren Issa. Doch vor der Person, in die er sich rasant verliebt, war sie immer davongelaufen …

«Er war anders, als seine äußere Erscheinung vermuten ließ. Irgendetwas stimmte nicht an diesem Gedanken. Worauf ließ seine Erscheinung schließen; oder die ihre? Ami betrat Neuland … verbotenes Land, wenn sie an die Geschichte ihrer Mutter und ihres unbekannten Erzeugers dachte.»

Verbotenes Land ist ein schwarzer deutscher Roman – sprachlich intensiv und emotional packend bis zum letzten Satz –, der die Leser mitnimmt in das Leben von Protagonisten, deren Geschichten und Perspektiven in der deutschen Literatur neu sind.

John-E. Matip Eichler, Sohn einer deutschen Apothekerin und eines kamerunischen Arztes, wurde 1969 in Leipzig geboren. Neben dem Hauptfach Rechtswissenschaften studierte der Volljurist in Leipzig Philosophie sowie später in Berlin Volkswirtschaft. Mittlerweile lebt er in Berlin und Douala. Seine Texte erscheinen regelmäßig in der Huffington Post. Der Debütroman «Verbotenes Land» entstand über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren (2002-2017).

Kurzrezension von Andrea Negenborn vom 31.05.2018:

«Ich habe das Buch innerhalb kürzerster Zeit „verschlungen“, ich konnte es nur schwer aus der Hand legen … zusammenfassend kann ich nur sagen: DAS BUCH HAT GUT GETAN UND WEHGETAN … Trotz der intensiven, sehr emotionalen Handlungsstränge liest sich das Buch sehr flüssig. Der Schreibstil ist intelligent und sehr mitreißend! Die handelnden Personen haben mich sehr bewegt und berührt, unzählige persönliche Erzählungen und Erlebnisse von mir vertrauten und mir unbekannten Afrodeutschen kamen mir in den Kopf. Zu jedem Protagonisten habe ich einen/mehrere reale Personen im Kopf. Das Buch triggert im positiven Sinn die Auseinandersetzung mit dem Thema Mikro-Aggressionen, Herkunft, Beziehungen, (Alltags-)Rassismus, Bewertungsgesellschaft. Ich musste lange über gelesene Abschnitte nachdenken. Die geschichtlichen Bezüge und Hinweise sind sehr interessant und bereichernd. Als weiße Mutter zweier afrodeutscher Kinder habe ich ihnen das Buch sehr ans Herz gelegt und ich werde einige Exemplare an andere Personen verschenken, weil meiner Meinung nach, das DER ROMAN ist, der mit Ihnen selbst zu tun hat und viele Fragen stellen und beantworten kann. VIELEN DANK DEM AUTOR!»