Things To Consider If You Are Joining A Demo As A Non-Black Person

GERMAN VERSION

Richtlinien für weisse Menschen bei BLM-Protesten

AUF JEDEN FALL

  1. ZUHÖREN. Und folgt den Anweisungen der Organsisator*innen der Demo. Sie werden das Ziel der Demo sowie Erwartungen an Allies deutlich machen.
  1. SEID HILFSBEREIT. Verteilt Wasser, Snacks und Schutzausrüstung. Sorgt dafür, dass die Anführer*innen der Demo mit Wasser und Essen versorgt und geschützt werden.
  1. BLEIBT AM HINTEREN ENDE DER DEMO BZW. AN DEN RÄNDERN, BIS IHR NACH VORNE GERUFEN WERDET. Seid darauf vorbereitet, euch zum Schutz nötigenfalls physisch zwischen Schwarze Demonstrant*innen und die Polizei zu stellen. Wenn ihr dazu aufgerufen werdet, tretet vor, um eine menschliche Schutzbarriere zu bilden.
  1. RUHE AM VORDEREN ENDE DER DEMO. Denkt daran, dass ihr als Verbündete und zur Unterstützung da seid. Bei einer BLM-Demo sollten die einzigen Stimmen Schwarze Stimmen sein.
  1. RECHTLICHE UNTERSTÜTZUNG – Geht nicht allein zu einer Demo, versucht immer, in einer Gruppe oder mit einer/einem Freund*in hinzugehen. Schreibt euch die beiden Notfallnummern auf euren Arm: Ermittlungsausschuss (Rechtsbeistand) (EA) (030/692 2222), Notdienst der Strafverteidiger/innen (0172 325 55 53). Wenn ihr oder ein/e Freund*in festgenommen werdet, wendet euch mit Namen und Kontaktdaten an den EA oder den Notdienst der Strafverteidiger*innen.
  1. POLIZEILICHE GEWALT FILMEN. Und auf Details achten, die den Kontext zeigen, wie die Anzahl und ID-Nummer der Polizist*innen oder Nummernschilder der Polizeiwagen.
  1. RUHE BEWAHREN. Das ist schwierig. Du wirst emotional sein und dein Körper wird mit Adrenalin überflutet werden. Denk daran, dass es für manche um Leben und Tod handelt.

AUF KEINEN FALL

  1. INITIIEREN Gesänge und Parolen. Folgt den Aufrufen und fügt eure Stimme nur dann hinzu, wenn ihr dazu aufgerufen werdet.
  1. AGITIEREN, VANDALISIEREN, ODER PROVOZIEREN. Wenn ihr das tut, gefährdet ihr nicht nur euch selbst, sondern auch die Schwarzen Demonstranten um euch herum.
  1. SELFIES MACHEN ODER GESICHTER FOTOGRAFIEREN (insbesondere nicht ohne Zustimmung). Die Polizei und weiße Nationalisten überwachen soziale Medien, um die Demonstrant*innen zu identifizieren und anzugreifen.
  1. LIVESTREAMS AUFNEHMEN. Dies könnte die Protestierenden in Gefahr bringen, weil sie leicht zu identifizieren sind.
  1. FOTOS/VIDEOS TEILEN über soziale Medien. Gebt Beweise stattdessen an die Organisator*innen der Demo und an KOP (kop-berlin.de) weiter. 

Dies ist kein Spiel. Sich einem Protest anzuschließen ist eine ernsthafte Entscheidung. Stellt sicher, dass ihr aus dem richtigen Grund dort sind. Performativer Aktivismus hilft niemandem. Immer die Sicherheit der Schwarzen Demonstrant*innen im Kopf halten und die auch schützen.